Die Macht des Schenkens

Unter diesem Motto stand die Ausstellung im Lipsius-Bau und dieser war Ziel und Ort unseres Obermeisterstammtisches im August. Zu Gast waren wir dieses Mal beim Telefonbuch- Verlag Sachsen GmbH & Co. KG, d.h. dessen Geschäftsführer Herr Josef Hintermeier hatte uns zu diesem Event eingeladen. Das Motto „Die Macht des Schenkens“ wurde in der Ausstellung am Beispiel eines Rituales kanadischer Indianer anschaulich gemacht. Was genau kann man sich aber darunter vorstellen? Geschenke assoziieren wir heute zuerst mit Freude, Glückwünschen oder Überraschungen, aber sicher nicht mit Macht. Schenken ist ein sozialer Akt, der auch politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Beziehungen begleitet. Was aber verbinden Geschenke und das Schenken selbst mit Macht?

                                          

Unter dem Titel „Die Macht des Schenkens“ hatten sich die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und das U’mista Cultural Centre im kanadischen British Columbia für dieses einzigartige Projekt zusammengeschlossen. In der Auseinandersetzung mit den Schenkungszeremonien am barocken sächsischen Hof und im Kwakwaka’wakw Big House blickte die Ausstellung unter die Oberfläche der alltäglichen Handlung des Schenkens und untersuchte, inwiefern die Gabe von Geschenken sowohl einen materiellen als auch einen symbolischen Austausch bedeutet. Ein Beispiel: Die Dresdner Kurfürsten demonstrierten mit ihren zahlreichen aufwendigen Maskeraden und Festen einen immensen Überfluss. Mit Kunst-Werten wurde verschwenderisch umgegangen. Ihre Vermehrung und Verteilung präsentierte die globale Macht und Würde der Kurfürsten. Zugleich wurden zu den Festen und Aufführungen Kostbarkeiten verteilt, wovon auch das Umfeld der Kurfürsten profitierte. Eine umfassende Geschenk-Kultur am Hofe füllte im Laufe der Zeit die Schatzkammern der Kurfürsten, die damit den Grundstein für die Dresdner Kunstsammlungen legten.


Der Rundgang durch die Ausstellung und die Ausführungen dazu halfen ein Stückweit die Macht des Schenkens aus einer ganz neuen Perspektive zu betrachten. Herr Hintermeier spannte in seinem anschließenden Vortrag eine Brücke zwischen der Ausstellung mit deren Bedeutung und seinem Unternehmen, dem Sachsenverlag Dresden, indem er den Anwesenden in origineller Weise aufzeigte, was man dem einzelnen Unternehmer durch gekonnte Präsentation schenken kann – Gehör, Aufmerksamkeit, Beachtung… Neben der Ausstellung ist es natürlich immer ein Anliegen unserer Zusammenkünfte, den Partner kennenzulernen und ggf. gemeinsame Aktivitäten zu entwickeln. So wurden von Frau Andrea Ehrig ganz ausführlich die Arbeit und die Leistungspotenziale des Verlages für unsere Handwerker aufgezeigt. Jährlich werden 1,3 Millionen Daten von Unternehmen, Behörden, Freiberuflern und Privatpersonen in „Das Telefonbuch“ und „Das Örtliche“ veröffentlicht. Die 150.000 gewerblichen Daten werden in den Gelben Seiten zusätzlich nach Branchen strukturiert. Aber auch der digitalen Seite wurde von Anfang an große Aufmerksamkeit geschenkt. So gibt es heute eine App für fast alle Plattformen.

                       


Neben den klassischen Kontaktdaten werden auch Web-, E-Mail- und Social-Community- Adressen, Bezahlmöglichkeiten, Öffnungszeiten, Leistungsinformationen, Zertifizierungen, Kundenreferenzen, Sortimentsmarken, Mitgliedschaften, Servicesprachen und Ausbildungsplatzangebote bereitgestellt, dazu Videos, Mediaonlinespots, Speisekarten, Coupons und Online-Broschüren. Knapp die Hälfte aller gewerblichen Einträge in den Verzeichnissen des SachsenVerlages hat heute beispielsweise eine Web-Adresse, gut ein Drittel eine qualifizierte e-mail-Adresse. Die Verzeichnisse des SachsenVerlages schaffen Verbindungen über die verschiedensten Kanäle, bedienen Netzwerke wie Facebook und Twitter In dieses Konstrukt passen die beiden Pilotprojekte mit hinein, die bundesweit zunächst im Bereich der Dresdner Kreishandwerkerschaft entwickelt und getestet wurden. In den digitalen Gelben Seiten wurden im ersten Schritt alle Ausbildungsbetriebe mit einem Suchmerkmal gekennzeichnet, im zweiten Pilotprojekt die Kennzeichnung der Innungsbetriebe. Erstmals war es somit möglich eine Suche nach einem Handwerker, z. B. einem Tischler, auch dahingehend zu forcieren, dass in der Suchmaske bewusst nur nach Innungsmitgliedern gesucht werden kann.


Dieser Service hat in der Testphase gute Zugriffsergebnisse gebracht. Nunmehr können alle Innungsmitglieder dieses exklusive Angebot kostenfrei nutzen. Unser Dank gilt dabei ganz besonders Herrn Hintermeier, der unseren Wünschen in diese Richtung sehr aufgeschlossen gegenüber steht und dann auch mit vollem Engagement vertritt und umsetzt. In den Dank schließen wir den perfekt ausgerichteten Obermeisterstammtisch mit ein. Nachdem alle Anwesenden mit Zahlen und Fakten rund um den Verlag versorgt waren, ließen wir den Abend bei netten Gesprächen und mit der Stärkung an einem leckeren Buffet ausklingen. Wir freuen uns auf eine weiterhin gute Partnerschaft mit Herrn Hintermeier und seiner Mannschaft und sind uns sicher, dass dies nicht unser letztes gemeinsames „Pilotprojekt“ war.