Gute Zähne, gute Gesundheit! Schlechte Zähne, ...?

Welchen Einfluss haben die Zähne und die Mundgesundheit auf den gesamten Körper? Diesen Fragen wollten wir bei unserem ersten Obermeisterstammtisch 2017 gemeinsam mit der Zahntechnikerinnung Dresden-Leipzig auf den Grund gehen. Dazu hatte die Innung in Ihre Geschäftsräume im Areal des Brauhauses am Waldschlösschen eingeladen.




Begrüßt wurden wir vom Obermeister, Zahntechnikermeister Herrn Achim Schubert. Er redete über die Bedeutung eines aus Sicht des Zahntechnikers gesunden Gebisses – richtiger Stand der Zähne zueinander, richtiger Stand Ober- zu Unterkiefer usw. für die Gesundheit und das Wohlbefinden jedes Menschen. Anhand von Beispielen aus der Praxis zeigte er die Folgen von Fehlstellungen auf. Er berichtete von einer Dame, die sich rundum unwohl fühlte und ihren Kopf nicht mehr drehen konnte und deswegen von Arzt zu Arzt gelaufen war, ohne dass diese etwas finden und ihr helfen konnten. Erst als sie beim Zahnarzt vorstellig wurde und dort die Kieferfehlstellung behandelt wurde, ging es ihr wieder richtig gut. Das Kiefergelenk funktionierte wieder richtig, übte keinen Druck mehr auf bestimmte Punkte der Nerven aus und ermöglichte endlich wieder einen ruhigen und erholsamen Schlaf.

Näher auf die Zusammenhänge ging dann der Zahnarzt Dr. Uwe Nünchert ein. Er versteht sich als Arzt für den ganzen Körper, auf den die Zähne – seine Spezialisierung – großen Einfluss haben. So kann er mit geübten Griffen am Nacken des Menschen Druckpunkte „abfragen“, die ihm genau sagen, ob der Ober- oder Unterkiefer betroffen ist. Er sprach davon, dass jeder Mensch gewisse Störfelder für seine Gesundheit mit sich herumträgt. Bildlich dargestellt wurde das als Fass, gefüllt mit Störfeldern. Der Körper kann damit umgehen, so dass sich der Mensch trotzdem gesund fühlt. Bis ein weiteres Störfeld dazukommt und das Fass sozusagen zum Überlaufen bringt. Man fühlt sich krank, ohne die Ursache genau benennen zu können. Beseitigt man ein Störfeld, geht es dem Menschen wieder besser. Oftmals sind es die Zähne, die das gesundheitliche Gleichgewicht aushebeln. Herzkranke wissen, dass ihr Facharzt sie auch nach der Zahngesundheit fragt, ohne die keine optimale Einstellung des Körpers erfolgreich sein wird. Dr. Nünchert sprach auch über die verschiedenen Möglichkeiten der Zahnerhaltung, von der Plombe bis zum Ersatz und die dafür möglichen Materialien, in der Einladung mit "Barfuß oder Lackschuh" benannt. Interessant zu hören war, dass das in Deutschland bei Kassenpatienten standardmäßig verwendete Amalgam aufgrund seiner gesundheitlich bedenklichen Nebenwirkungen (Quecksilberaustritt ins Blut) in mehreren Ländern bereits verboten ist. Die meisten Deutschen sind also zwangsweise barfuß unterwegs. Da kommt man schon ins Nachdenken! Interessant war auch zu erfahren, dass verschiedene Materialien im Mund unterschiedliche elektrische Spannungen erzeugen, dass Amalgamablagerungen auf Goldzähnen zu finden sind und so weiter. Das alles ist dem menschlichen Wohlbefinden nicht zuträglich.




Die Teilnehmer des Obermeisterstammtisches hatten viele Fragen an Dr. Nünchert und Herrn Innungsobermeister Schubert, so viele, dass nicht alle beantwortet werden konnten und die Zahntechnikerinnung sich bereit erklärt hat, einen weiteren Stammtisch zu organisieren. Da wird dann auch Herr Schamberger zum Thema „Zahnzusatzversicherung - ja, nein, vielleicht“ referieren. Dieser Programmpunkt konnte an diesem Dienstag leider nicht mehr abgehandelt werden.




Wir bedanken uns herzlich bei der Zahntechnikerinnung, Dr. Nünchert und dem Versorgungswerk für die tollen Vorträge und die kulinarische Ausgestaltung!